St.Marien Wallfahrtskirche Ziegelheim

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Emporenbilder

Historisches

Die Emporenbilder - Ölgemälde aus dem Jahre 1708

Wer heute die Kirche betritt kann an den Emporen im Kirchenschiff neben den vier begrenzenden Blumenpokal-Bildern weitere 18 Ölgemälde bewundern. Seit 1904 zieren jeweils 9 Gemälde die Süd- und die Nord-Empore.

Bild oben: die Süd-Empore (Kanzelseite) mit Darstellungen aus dem Neuen Testament von rechts nach links

Bilder oben von rechts nach links: Die Geburt Christi / Die Tempelreinigung / Christus in Gethsemane

Bilder oben von rechts nach links: Geißelung / Kreuzigung / Kreuzabnahme

Bilder oben von rechts nach links: Auferstehung / Himmelfahrt / Pfingsten

Bild oben: die Nord-Empore (Sakristeiseite) mit Darstellungen aus dem Alten Testament von rechts nach links

Bilder oben von rechts nach links: Gottes Geist über den Wassern / der Sündenfall / "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen"

Bilder oben von rechts nach links: Kains und Abels Opfer / Kains Mord / die Sintflut

Bilder oben von rechts nach links: die Arche und der Regenbogen / Isaaks Opferung / die Himmelsleiter


Die Geschichte der Ölgemälde


Bis zur letzten großen Umbau-/Renovierungs-/Restaurierungsmaßnahme 1903/04 sah das Kircheninnere auch bezüglich der Ölgemälde anders aus. Es gab insgesamt vier Emporen in der Kirche - drei befanden sich im Schiff und eine vierte befand sich im Chorraum - diese war der Sakristei vorgelagert und wurde 1904 entfernt. Im Schiff verblieb einzig die Empore auf der Kanzelseite an ihrem ursprünglichen Ort. Die Empore, welche der Turmhalle vorgesetzt war (unterhalb der Orgel), diente als Aufstieg auch für die Südempore (Kanzelseite). Sie wurde ebenfalls entfernt. Ein Durchbruch im Turm ermöglicht seitdem den Zugang zur Südempore. Die Nordempore befand sich bis 1904 an etwa der selben Stelle wie heute, allerdings auf Höhe der Orgelbrüstung. Diese erhöhte Position war der Patronatsherrschaft vorbehalten. Man erreichte diese Empore über einen separaten Zugang von außen. Die Nordempore wurde 1904 höhenmäßig der Südempore angepasst, so das beide heute ein gleichmäßiges Bild abgeben. Aus einem Konvolut von ca. 36 Bildern (meine Schätzung beruht auf 4 Emporen mit jeweils 9 Bildern) wurden 1904 die 18 besterhaltenen Ölgemälde ausgewählt und neu arrangiert. Die oft genannte Zahl von 40 Bildern läßt sich nicht nachweisen, interessanterweise kosteten die Bilder bei ihrer Anschaffung 1708 aber genau 40 Gulden. Die Spur der überzähligen Bilder läßt sich bis zum 9.Juni 1906 nachverfolgen. In diesem Jahr wurden sie als eine Art Stiftungs-Geschenk an die Kirche nach Heinrichsort (heute Ortsteil von Lichtenstein) gesandt, nachdem von dortiger Seite darum angefragt worden war. Mit dem 9.Juni 1906 ist das Begleitschreiben des Kirchenvorstandes von Heinrichsort datiert, welches den Bildern beigefügt war, als diese nach Ziegelheim zurückgeschickt wurden. Das Format der Bilder hatte nicht zum dortigen Emporenformat gepasst. Der weitere Verbleib der Bilder verschwindet im Nebel der Geschichte. - Die in Ziegelheim verbliebenen Bilder nehmen im Laufe der Zeit Schaden, am 18.12.1928 taucht im Protokollbuch des Kirchenvorstandes folgender Vermerk auf: "Punkt 4: Der Verein für Kirchliche Kunst hat ein günstiges Gutachten geben lassen, über den Bestand der Ölgemälde an unserer Kirchenempore; die entstandenen Blasen darin werden gelegentlich von fachmännischer Hand, die das Landesamt für Denkmalpflege stellen wird, behoben werden. "

Bild oben: zu erkennen die alte Westempore, die der Turmhalle vorgelagert war und links die Treppe auch für die Westempore enthielt. Rechts erkennt man die alte, erhöhte Nordempore der Patronatsherrschaft.
Bild unten: zu erkennen die alte Empore im Chorraum, welche der Sakristei vorgelagert war.

Stand: Februar 2023

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