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Personalausweis

Personalausweis für Helmut Börnichen in Niederarnsdorf

In früheren Zeiten gab es keine Ausweis-Pflicht. Der Normal-Bürger hatte weder Personalauweis noch Reisepass. Nur für bestimmte Zwecke wurden auf Antrag Reisepässe ausgestellt, die noch keine Lichtbilder sondern nur allgemeine Angaben zu Körpergröße, Haar- und Augenfarbe, u.ä. enthielten. Meist wurden im Laufe des Lebens nur Nachweise über Geburt und Taufe sowie über die Heimatangehörigkeit benötigt und ausgestellt. Diese wurden für die Eintragungen der Männer in die Militärstammrolle und für Mann und Frau für die Eheschließung benötigt. Die Männer erhielten erste "richtige" Ausweise während ihrer Diestzeit beim Militär, die ihre Gültigkeit auch in der inaktiven Reservezeit behielten. Wozu Helmut Börnichen diesen "Personalausweis" benötigte ist unbekannt, der Ausweis ist jedenfalls eine Rarität.
Der Personalausweis, wie wir ihn kennen, wurde erst ab 1.Oktober 1938 im Deutschen Reich als "Kennkarte" eingeführt, die auch ein Lichtbild und Fingerabdrücke enthielten.
Wikipedia erklärt: Die Kennkarte wurde im Deutschen Reich durch die Verordnung über Kennkarten vom 22. Juli 1938 (RGBl. I S. 913) als „allgemeiner polizeilicher Inlandausweis“ eingeführt. Die Verordnung trat zum 1. Oktober 1938 in Kraft. In der Verordnung war die Einführung der Kennkartenpflicht für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen durch den Reichsminister des Innern ermächtigt. Auf der Grundlage dieser Ermächtigung wurde durch drei Bekanntmachungen vom 23. Juli 1938 (RGBl. I S. 921 ff.) eine Kennkartenpflicht eingeführt für: 1. männliche deutsche Staatsangehörige binnen dreier Monate vor Vollendung des 18. Lebensjahres (Eintritt in das Wehrpflichtverhältnis); 2. deutsche Staatsangehörige über 15 Jahre Lebensalter bei Antragstellung für Ausweise im „kleinen Grenzverkehr“; 3. Juden im Sinne der Definition der „Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz“.

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