St.Marien Wallfahrtskirche Ziegelheim

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Chronik

Kirchenchronik

Die Tatsache, das in der Ersterwähnungsurkunde Ziegelheims vom 23.März 1254 von einem „Hugo plebanus de cygilheim“ - also von „Hugo, Pfarrer von Ziegelheim“ die Rede ist, ist insoweit von Bedeutung, da es im Orte also sowohl eine Kirche als auch einen eigenen Pfarrer gab. Da selbst Jahrhunderte später nur größere Gemeinden eigene Kirchen und längst nicht jede Gemeinde einen eigenen Pfarrer hatten, muss Ziegelheim eine bedeutendere Gemeinde gewesen sein.
1170 - 1200 > Gründung Ziegelheims und seiner ersten Kirche anzunehmen.

1254
> Am 23.März unterzeichnet Hugo, plebanus de Cygilheim (Pfarrer von Ziegelheim), als Zeuge eine Urkunde in Waldenburg. Diese Urkunde ist der älteste Nachweis des Dorfes Ziegelheim, stellt also die Urkundliche Ersterwähnung dar.
1388
> Siffrid, Pfarrer zu Czigilheym, wird am 24.April 1388 als Zeuge in einer Schönburgischen Urkunde genannt.
1430 - 1450
> In diesem Zeitraum wird die Entstehung der heute noch vorhandenen Kleinen Glocke geschätzt.
1450
> Um diese Zeit Entstehung der Marienstatue. Sie stammt damit aus der hölzernen Vorgängerkirche und könnte das Ziel der Wallfahrer gewesen sein.
1461
> Geburtsjahr der Anna, Gräfin von Rieneck.
1479
> Im Dezember Verlobung zwischen dem Freiherrn Ernst (I.) von Schönburg und Gräfin Anna von Rieneck.
1480
> Anna, geborene Gräfin von Rieneck erhält das Vorwerk und die Dorfschaft Ziegelheim anläßlich ihrer Hochzeit mit Ernst (I.) von Schönburg zum Leibgedinge und Teil Ihres künftigen Witwensitzes.
1489
> Die Edle Frau, Frau Anna, verwitwete Frau von Schönburg zu Glauchau und Waldenburg, geborene Gräfin von Rieneck tritt als Regentin und Vormund ihrer Söhne die Herrschaft über die Schönburgischen Herrschaften Glauchau und Waldenburg an. Ihr Gatte Ernst I. von Schönburg starb in diesem Jahr im Krieg in Flandern. Sie gilt als Patronin und Erbauerin der Ziegelheimer Kirche zwischen 1507 und 1518. Als Vorwerk der Burg zu Waldenburg wurde Ziegelheim ab 1489 Teil von Anna`s offiziell zugewiesenen Witwensitz, den sie aber wahrscheinlich nie bewohnte. Es darf angenommen werden, daß Anna bis zum Tode auf Schloß Vorder- oder Hinterglauchau bei ihren Söhnen wohnte. Nachweislich hat sie in Vertretung ihrer Söhne noch bis 1518 (nach Ende ihrer Regentschaft 1512) Regierungsgeschäfte getätigt.
1500
> Um diese Zeit Entstehung des lebensgroßen Kruzifix, welcher wahrscheinlich Teil eines Triumphkreuzes zwischen Chor und Schiff war und mindestens bis zur Reformation aufgestellt, bzw. aufgehangen war.
1501
> Die Große Glocke des Ziegelheimer Geläuts wird gegossen.
1507
> Beginn des neuen Kirchenbaus.
1512
> Ende der Regentschaft von Anna "Gratiosa" von Schönburg auf eigenen Wunsch.
1515
> Fertigstellung des Kirchturms (Höhe: 48 Meter).
1518
> Fertigstellung von Chor und Schiff des Kirchen-Neubaus. Datum des Schlußsteines im Chorgewölbe. Die Schönburger Urkundbücher erwähnen: "1518 wurde die Ziegelheimer Kirche eine steinerne." Um diese Zeit entsteht auch der Taufstein aus Rochlitzer Porphyr.
1519
> Die Schönburger Urkundbücher erwähnen: "1519 erhielt eine neue Glocke die Kirche zu Ziegelheim." Es handelt sich wahrscheinlich um eine Stiftung zur Kirchweihe. Ob die 1501 gegossene Große Glocke gemeint ist oder eine andere Glocke, deren Nachfolger evtl. die 1642 gegossene Mittlere Glocke ist, kann nicht geklärt werden.
1525
> Am 13.Dezember stirbt Witwe Anna "Gratiosa" von Schönburg. Damit fallen Leibgedinge und Witwensitz (und somit auch Vorwerk und Dorfschaft Ziegelheim) an das Haus Schönburg zurück. Damit endet eine 45jährige Ära des Einflusses der Anna "Gratiosa" über Ziegelheim. Weder davor noch danach gab es ähnlich lange direkte Besitz- und Regierungsphasen über Ziegelheim mit den damit verbundenen Sonderrechten und eigenen Gerichtsbarkeiten innerhalb der Schönburgischen Herrschaft.
1533
> Andreas Wagner ist im Dezember 1533 als Pfarrer zu Ziegelheim nachgewiesen. 1538 ist Andreas Wagner als Pfarrer in Hartenstein und Tierfelt nachgewiesen. Er ist dort bis 1549/50 letzter papistischer und erster evangelischer Pfarrer. 1538 wird erwähnt, das er bereits seit mehr als 20 Jahren Pfarrer sei. Er könnte damit vielleicht seit Einweihung des Kirchenneubaus Ziegelheimer Pfarrer gewesen sein. Belege dafür fehlen. Er hat sich 1539 mit seiner Köchin Elisabeth Reuter verheiratet. Beide haben einen unehelichen Sohn Hans zusammen. Pfarrer Wagner gilt als erster verheirateter Pfarrer in den Schönburgischen Landen. Es muß nach ihm in Ziegelheim mindestens noch einen unbekannten Pfarrer gegeben haben, bevor der erste bekannte evangelische Ziegelheimer Pfarrer Melchior Bereuther 1555 sein Amt antrat.
1534
> Zu Johannis wird ein neuer Brief zur Frondienstbefreiung auf ewig ausgestellt, da der erste Brief entwendet wurde. Unter Punkt 4 wird dort erwähnt „ Ein Schulbau, welcher durch die gesamte Kirchfahrt zu bewältigen ist“.
1539
> Erstmalig wird anlässlich der ersten hier abgehaltenen Kirchenvisitation die Ziegelheimer Schule unter der Überschrift „Custodia“ (Küsterei) erwähnt. Ein Wohnhaus (Behausung) mit Garten wird aufgeführt, ebenso wie die Einnahmen des Küsters.
1555
> Pfarrer Melchior Bereuther tritt sein Ziegelheimer Amt an. Er gilt als erster bekannter evangelischer Pfarrer in Ziegelheim. Zweiter Nachweis einer Schule / Küsterei.
1566
> Magister Leonhard Lycus (Wolf) ist bis 1570 Pfarrer zu Ziegelheim.
1570
> Peter Zeidler ist bis 1575 Pfarrer zu Ziegelheim. Seine Grabplatte existiert noch heute. Seine Gebeine wurden 1903/04 im Kircheninneren exhumiert und an der südlichen Außenwand bestattet.
1576
> Philipp Schröter ist bis 1595 Pfarrer zu Ziegelheim.
1590
> Beginn des ältesten Ziegelheimer Kirchbuches, geführt von Zacharias Schröter als Substitut (Stellvertreter) seines Vaters, des Pfarrers Phillip Schröter.
1592
> Beginn des ersten Buches mit Nachrichten über Kirchenrechnungswesen, geführt von Zacharias Schröter.
1595
> Zacharias Schröter , Sohn des Philipp Schröter, ist bis 1607 Pfarrer zu Ziegelheim. Er begann 1590 das Kirchenbuch zu schreiben.
1608
> David Müller ist bis 1636 Pfarrer zu Ziegelheim.
1633
> „Vers der Not“ unter Pfarrer Müller an der Kirche angebracht: „QAS SACRAS AEDES PIETAS CONSTRUXIT AVORUM HAS NUNC HAEREDES DEVASTANT MORE LUPORUM 1633 (Dies heilige Haus, welches die Frömmigkeit der Väter erbaut hat, verwüsteten jetzt die Erben nach Art der Wölfe 1633).“
1636
> Christoph Crell ist bis 1665 Pfarrer zu Ziegelheim.
1642
> Beginn der ersten Renovierungs- und Erneuerungsphase der Kirche.
1644
> Umguss der Mittleren Glocke. Eventuell aufgrund minderer Qualität des Neugusses von 1642, noch im 30jährigen Krieg.
1646
> Abnahme des Turmknopfes.
1653
> Blitzeinschlag ins runde Treppentürmlein der Kirche, ohne zu zünden.
1657
> Entstehung der Kanzel in der Ziegelheimer Kirche, gebaut durch "Christoph, Herr von Penigk, itzo zum Kahlenberg, des Werkes Meister".
1666
> Magister Sebastian Anger ist bis 1701 Pfarrer zu Ziegelheim. Er war bereits seit 1660 als Substitut unter Pfarrer Crell in Ziegelheim tätig.
1670
> Entstehung des Altaraufsatzes in der Ziegelheimer Kirche.
1672
> Die Patronin Gräfin zu Solms schenkt der Kirche ein wertvolles Altargeschmeide (100Thaler).
1679
> Am 6.Juli, mittags um 12 Uhr, zweimaliger Blitzeinschlag in den Kirchturm. Die Sonnenuhr wird dabei in Mittleidenschaft gezogen, das Fenster des Treppentürmleins zerspringt in Tausend Stücke. Eine "Halbe Elle" Steine vom Türmlein fallen herunter.
1695
> Zur Erntezeit rauben Diebe das 1672 gestiftete wertvolle Altargeschmeide aus der Kirche.
1701
> Theodor Günther ist bis 1723 Pfarrer zu Ziegelheim. Er war bereits seit 1700 als Substitut unter Pfarrer Anger in Ziegelheim tätig. Aus diesem Jahr datiert das Taufbecken aus Zinn. Anzunehmen ist, daß das Vorgängerbecken zum 1695 geraubten Altargeschmeide dazu gehörte und nun ersetzt wurde.
1708
> Kirchenrenovierung (zählt noch zur ersten Erneuerungsphase seit 1642), dabei wird eine uralte Bibel gefunden, in der u.a. der Kirchturmbau von 1507 und die Fertigstellung der Kirche 1518 erwähnt werden. Ab diesem Jahr werden die Emporen mit neuen Bildern aus dem Alten Testament (Sakristeiseite) und dem Neuen Testament (Kanzelseite) geschmückt.
1722
> Um dieses Jahr herum wird das alte (Kirch-) Schulhaus auf Kirchenkosten von Grund aus ausgebaut. (Grundlage ist die Niederschrift des Pfarrers Leupold von 1767. Er berichtet davon und nennt als Datum „vor etlichen vierzig Jahren“.)
1723
> Johann Georg Leidel ist bis 1758 Pfarrer zu Ziegelheim.
1741
> Am 10.Februar erneuter Einbruch und Diebstahl in der Kirche.
1759
> Magister Georg Sigismund Techius (Georg Siegmar Tech) ist bis 1764 Pfarrer zu Ziegelheim.
1765
> Wilhelm Christian Leupold ist bis 1796 Pfarrer zu Ziegelheim.
1768
> Die Schulwohnung erhält im Dezember einen Ofen eingebaut von Michael Schmiedel aus Waldenburg. Die Schulbänke werden durch Hans Holzmann ausgebesssert.
1769
> Die Schule erhält im Januar einen Ofen. Einige Ausbesserungen des „Cabinetts“ in der Schule nimmt ein Herr Kirsten vor.
1796
> Christian Gottlieb Ludwig Garmann ist bis 1837 Pfarrer zu Ziegelheim.
1809
> Abnahme des Kirchturmknopfes.
1823
> Das Schulhintergebäude wird gedeckt, das Backhaus und der Schuppen ausgebessert. Schulkinder sammeln für die Zeigertafel des Seigers (Ziffernblatt der Kirchturmuhr) 9 Reichsthaler 13 Neugroschen 2 Pfennige.
1837
> An der alten Schule wird eine zweite Schulstube angebaut. Vorausgegangen waren Beratungen, ob ein Schulneubau (geschätzte Kosten: 2300 Reichsthaler) oder ein Anbau (geschätzte Kosten: 654 Reichsthaler) erfolgen sollten. Letztlich beläuft sich der Kostenanschlag des Gähsnitzer Maurermeisters Christian Gottlob Müller auf 1234 Reichsthaler für Arbeitslohn und Materialien zum Anbau und zur Reparatur der Schule.
1838
> Magister Georg Moritz Gotsch ist bis 1852 Pfarrer zu Ziegelheim. In diesem Jahr legt er sein Amt nieder und wandert in die USA aus.
1841
> Am 6.Februar gelangt eine Königl.-Sächsische hohe Kreisdirektions-Verordnung zum Vortrag, nach welcher in der älteren Schulstube anstatt der bisherigen Tafeln Subsellien (lat.niedrige Schulbänke) angeschafft werden sollen. Durch Einstimmigkeit wurde die Anschaffung derselben beschlossen. Am 3.März wird nach Ausschreibung Tischlermeister Jakob Uhlig in Uhlmannsdorf mit der Herstellung der Schulbänke beauftragt. Sein (Niedrigst-) Angebot lag bei 80 Reichsthalern.
1842
> Zwischen dem Backhaus der Schule und Gottfried Eichlers Garten wird ein neuer Zaun angelegt.
1852
> Christian Friedrich Teubert ist bis 1876 Pfarrer zu Ziegelheim.
1859
> Erstes Kostenangebot für eine Orgel durch den Bornaer Orgelbaumeister Urban Kreutzbach.
1865
> Einbau der Orgel durch den Bornaer Orgelbaumeister Urban Kreutzbach.
1869
> Einige Mitglieder der Gemeinde nehmen am 8. März Stellung gegen Schulmeister Sporbert wegen eines Strafvollzuges, der ihr Mißfallen erregt hat. Im Jähzorn hat August Rauschenbach am 2.März seinen 10jährigen Spielgenossen Michael Salzbrenner mit dem Messer Wunden beigebracht, ihm tief in den Leib gestoßen, so das er daran stirbt. Weil er den Tod Salzbrenners verursacht hat, setzt ihn Sporbert auf eine Bank für sich – die Schandbank. Daran nehmen einige Bürger Anstoß. Weiterer Stein des Anstoßes ist, daß Rauschenbach am Begräbnistage ½ Stunde mit dem Gesicht nach der Leiche gekehrt am offenen Sarge stehen muß. Am Grabe wird der Sarg nochmals geöffnet und Rauschenbach muß den Toten anschauen. Pfarrer und Lehrer seien zugegen gewesen und beide hätten die Prozedur verordnet. Der Pfarrer verteidigt beider Verhalten. Rauschenbach sei ein verstandesschwacher und durch häusliche Zucht stumpf gewordener Knabe, dessen Unterbringung in einer Anstalt er fordert. Die Bestrafung sei auf seine, des Ortsschulinspektors, Veranlassung geschehen und damit Volksjustiz geübt worden.
1871
> In diesem Jahr wird der vordere Teil der Gottesackermauer errichtet. Die Filialkirche Franken wird von der mater-Kirche Ziegelheim losgelöst. Franken wird Schwesterkirche von Schlagwitz.
1872
> Am 6.März hinterlässt ein Erdstoß einen sichtbaren Riss am 54 Meter hohen Kirchturm. Es wird eine Verankerung am Turm angebracht.
1877
> Emil Constantin Fürchtegott Hoffmann ist bis 1900 Pfarrer zu Ziegelheim.
1878
> Einbau der Turmuhr durch die Leipziger Firma Bernhard Zachariä. Bis 1929 hat die Uhr nur ein Zifferblatt auf der Südseite und ist folglich aus Uhlmannsdorfer Richtung nicht zu sehen.
1879
> Es werden zwei Altarleuchter angeschafft. In diesem Jahr wird die Ephorie Waldenburg mit der Glauchauer verbunden.
1883
> Der 400. Geburtstag Martin Luthers wird im Ort festlich begangen und Luther zu Ehren eine „Luthereiche“ am östlichen Dorfeingang auf Pfarrland gepflanzt.
1884
> Das alte Schulgebäude wird mit zwei Blitzableitern versehen.
1885
> Am 9.September Abnahme des Turmknopfes vom Kirchturm zu Reparaturzwecken.
1886
> In diesem Jahr stellt Bezirksschulinspektor Gruhl fest, das das zweite Lehrzimmer in keinster Weise den Ansprüchen genügt. Er fordert Reparaturbau. Ein Voranschlag beziffert die Umbaukosten auf 9000,-Reichsmark. Es mehren sich Stimmen für einen Schulneubau. Adam Müller aus Niederarnsdorf beruft eine allgemeine Schulsitzung mit Heranziehung sämtlicher Parochiemitglieder ein. Die Abstimmung fällt mit 18 gegen 4 Stimmen (bei einer Enthaltung) zu Gunsten des Schulneubaus aus. In der Folgezeit müssen unter Schwierigkeiten Landkauf bzw. Landtausch mit der Kirche und dem Bauern Jakob Börngen geregelt werden.
1887
> Umbau der Treppe und Bau einer Esse in der alten Schule (Zeichnung liegt vor, ob realisiert ist nicht bekannt).
1888
> Am 17. November erfolgt der Grundbucheintrag des Kirchschullehens (Flurstück 90 – neue Schule).
1889
> Im September erfolgt der Eintrag der Schule ins Steuerregister, nach dem die Steuereinheiten nach vollzogenem Gebietstausch neu berechnet wurden. Der Vertrag zum Gebietstausch („Recognitionsschein“) zwischen Kirchenlehen und Kirchschullehen wird am 14.Oktober 1889 endgültig besiegelt.
1890
> Im Werk "Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen" von 1890 heißt es die Ziegelheimer Kirche betreffend: "Auf dem Kirchboden (liegen) kümmerliche Reste eines Flügel-Altarwerkes, darunter die Figuren der Maria, des heiligen Albanus und eines Heiligen mit Nagel im Kopfe (Pantaleon)." Abriss der alten Schule. Erweiterung des Gottesackers (Gelände der alten Schule). Fertigstellung der neuen Schule mit 2 geräumigen Lehrerzimmern, 2 Lehrerwohnungen, 1 Wohnung für den Hausmeister (auch Lautmann, Kalkant und Totengräber). Diese letzte Wohnung war jedoch zu klein geraten. Sie wurde von Robert Hertzsch und Familie bewohnt, der vorgenannte Ämter ausübte. Die Kosten für den Schulbau betrugen 30.000,-RM. Die Bauleitung hatte Maurermeister Alexander Hemmann inne. Am 11. November findet im Beisein von Schulinspektor Lötzsch die Weihe der neuen Schule statt, nachdem der ursprüngliche Termin am 23.Oktober wegen Krankheit des Schulinspectors abgesagt werden mußte. Bei Grabungen zum Schulneubau und im Schmiedegarten werden hohle Räume gefunden, welche wahrscheinlich zu einem alten Wachturm oder einer Kapelle einer alten Burg gehören, die auf Albert Börnichens Gut (ehem. Alfred Friedewalds -, heute Klaus Riegers Gut) gestanden haben soll. Albert Börnichen besaß eines der drei nicht verwandten Börnichen-Güter die in unmittelbarer Nachbarschaft bei der Kirche stehen. Er wurde auch der „Ziegler“ genannt, wegen der ihm gehörenden Ziegelscheune. Abriss der letzten Ziegelheimer Windmühle. Die Bruchsteine des massiven Unterbaus wurden beim Neubau der Schule verwendet.
1891
> Ab diesem Jahr wird auf dem Platz vor der neuen Schule geturnt. Oft wird der Unterricht dadurch gestört, daß die „Fuhrwerke auf dem freien Platze vor dem Schulhaus einkehren“. Der „dirigierende Lehrer“ fordert das Aufstellen einer Verbotstafel.
1896
> Ein Kirchengutachten vom 17.11.1896 erwähnt: "Der ursprüngliche Altar steht nicht mehr in der Kirche, Reste desselben befinden sich auf dem Dachboden, sind aber unbrauchbar." Im selben Gutachten wird erwähnt: "Auf dem Dachboden der Sakristei befindet sich ein wenig wertvoller, fast lebensgroßer Christuskörper."
1900
> Carl Conrad Redlich ist bis 1915 Pfarrer zu Ziegelheim.
1902
> Anlegung von Wegen und Aufstellung von Bänken an einigen Aussichtspunkten im Pfarrwald (Höckicht) auf Initiative des Pfarrer Redlich. Anschaffung eines Leichenwagens für die Gemeinde.
1903
> Am 4.Mai vorerst letzter Gottesdienst in der Kirche („Baueröffnungsgottesdienst“). Von Mai 1903 bis März 1904 finden die Gottesdienste im Mahnschen Gasthofsaale (heute Kluge) statt. Kirchenrenovierung, an der u.a. folgende Ziegelheimer Firmen beteiligt sind: - Heumann/Maurerarbeiten; - Schreier/Klempnerarbeiten; - Liebold/Dachdeckerarbeiten; - I.Hertzsch u. List/Tischlerarbeiten; - Stiller/Schlosserarbeiten. Im Verlauf der Renovierungsarbeiten werden die sterblichen Überreste des Pfarrers Zeidler exhumiert und aus dem Kircheninneren an die Außenmauer umgebettet. Die Orgel wird im Mai durch die Firma Kreutzbach und seit Juli durch deren Nachfolger Schmidt & Berger komplett abgetragen, gereinigt, repariert und etwas nach hinten versetzt, wieder aufgebaut. Der Orgelbalg, muß dadurch dem Orgelraum weichen, er paßt schlicht nicht mehr hinter die Orgel. Der Orgelbalg samt Bänken für die Bälgetreter wird nun eine Turm-Etage höher, über der Orgel aufgebaut. Die Orgel erhält ihre Luft nun von oben durch die Decke.
1904
> Am 20.März wird die renovierte Kirche wieder geweiht. Am 24.Mai erfolgt durch Schlossermeister Stiller die Abnahme des Kirchturmknopfes. Am 11.Juni Wiederaufsetzung des Kirchturmknopfes. In diesem Jahr gehen der lebensgroße Christuskörper und der Beichtstuhl auf eine 111jährige Reise nach Waldenburg. Beide werden dem dortigem Altertümlichen Museum, späteren Heimatmuseum mit Naturalienkabinett, als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Erst 1910 werden beide Exponate tatsächlich in Waldenburg auf Drängen von Professor Dr. Berling, dem Direktor des Königlichen Kunstgewerbemuseums Dresden, ausgestellt.
1905
> Erneute Grabungen im Bereich der Schule und des Schmiedegartens. Siehe dazu 1890! Ähnliche Resultate!Die Schule hat den Status einer „einfachen Volksschule“. Zwei Lehrer unterrichten 177 Schulkinder und 33 Fortbildungsschüler in den Klassen 1 bis 4.
1908
> Sonnabend, 20.Juni um 20.00Uhr: - Ein furchtbares, noch nie da gewesenes Gewitter geht über Ziegelheim nieder. Ein Blitzschlag sorgt für einen Kuhstallbrand im Louis Börnichen`schen Gut. Ein weiterer Blitz erschlägt eine Kuh. Weitere Blitzschläge treffen u.a. die Blitzableiter der Kirche (3x) und des Pfarrhauses sowie einen großen Baum vor dem Trüttnerschen Haus (Gaststätte Drehscheibe, Niederarnsdorf). Außerdem schlägt ein Blitz in der Nähe des neuen Hauses des Arno Bauer ein.
1911
> Im Frühjahr Gründung des „Christlichen Frauenvereins der Kirchgemeinde Ziegelheim“ auf Anstoß des Glauchauer Kreisvereins für Innere Mission durch Herrn Pfarrer Redlich. 21 Frauen gehören bereits im Gründungsjahr dem Frauendienst an.
1912
> Der Schulvorstand ist einstimmig der Meinung, daß elektrisches Licht in die Schule eingelegt werden muß und zwar nur in der ersten Klasse (wegen der Abendfortbildungsschule), wo der Kantor unterrichtet und in seine Wohnung. Kostenvoranschläge werden eingeholt von den Installateuren Wohlgemut-Glauchau und Allendorf-Gößnitz. Ein Gutachten des Herrn Direktors Kügler vom Elektrizitäts- werk Glauchau wird erbeten, ob die Anlage in Rohr oder Litze auszuführen ist.
1914
> Der Versicherungswert der Schule beträgt 27.300,00 Reichsmark.
1915
> In diesem Jahr erfolgt das Einlegen des elektrischen Lichtes in alle Räume der Schule, mit Ausnahme der zweiten Lehrerwohnung.
1916
> Karl Bernhard Benke ist bis 1918 Pfarrer zu Ziegelheim.
1917
> Am 24.Juli werden 33 Orgelprospektpfeifen aus Zinn mit Gesamtgewicht von 59 Kg aus der Ziegelheimer Orgel ausgebaut und am 25.Juli nach Glauchau zur Sammelstelle gebracht. Sie waren zuvor wie im ganzen Deutschen Reich durch die Metall-Mobilmachungsstelle Berlin beschlagnahmt worden.
1918/19
> Das Schulwesen wechselt von der Kirche zum Staat. Die Lehrer sind nun Staatsbedienstete. Bis Dezember 1929 zieht sich nun eine reichsweite Phase von Streitigkeiten zwischen Staat / Kommune auf der einen und der Kirche auf der anderen Seite, die Eigentumsrechte an Kirchschullehen betreffend. Wann das Ziegelheimer Kirchschullehen in Gemeindebesitz übergegangen ist, kann nicht genau bestimmt werden.
1919
> Edmund Johannes Ranft ist bis 1949 Pfarrer zu Ziegelheim.
1920
> Am 7.November findet ein Kirchweihfest statt. Dabei wird die Orgel wiedergeweiht. Erst wenige Tage vorher war der Einbau der Ersatz-Prospektpfeifen für die im 1.Weltkrieg beschlagnahmten Zinnpfeifen und der Aeoline beendet worden. Die neuen Prospektpfeifen bestehen aus Zink mit Aluminiumbronze.
1921
> Am 28.Dezember begeht der Christliche Frauenverein der Parochie Ziegelheim das Jubiläum seines 10-jährigen Bestehens mit einem Festabend im Weber`schen Gasthofsaale. Vereinsvorsitzende ist Frau Kantor Schmidt. Gratulanten und Redner sind u.a. Herr Amthauptmann Freiherr von Welck als Vorsitzender des Kreisvereins für Innere Mission und stellvertretender Vorsitzender des Frauenbundes, der gemeinsam mit Gattin erscheint, Gemeindevorstand Kirsten, sowie die ehemalige Vereinsvorsitzende und Witwe des Vereinsgründers, Frau Pfarrer Redlich. Grußschreiben sind eingegangen vom Kirchenpatron, Seiner Durchlaucht Fürst Günther von Schönburg-Waldenburg, von Herrn Superintendent Oberkirchenrat Neumann (Glauchau), von Frau Pfarrer Schmidt (Hohenstein-Ernstthal) als Vorsitzende des Frauenvereinsbundes im Bezirk Glauchau und von Frau verw. Pfarrer Benke, ehemals Ziegelheim.
1922
> In diesem Jahr sieht Dr.phil. Bachmann, Leiter des sächsischen Landesamt es für Denkamlpflege, die beschädigte, hölzerne Marienfigur in der hiesigen Sakristei. Er veranlasst die Begutachtung und Imprägnierung gegen Holzwurm im Landesamt. Die Marienfigur war erst einige Jahre zuvor (ich vermute bei den Umbauarbeiten 1903-04) wiederentdeckt worden und zierte seitdem die Innenwand der Sakristei. Diesen Platz erhielt sie auch nach der Rückkehr vom Landesamt wieder.
1928
> Abnahme des Kirchturmknopfes zu Reparaturzwecken durch Schlossermeister Stiller.
1929
> Erweiterung der Turmuhr um das nördliche Uhlmannsdorfer Ziffernblatt. Die bis dahin auf der Südseite vorhandenen vergoldeten Römischen Ziffern auf dunklem Hintergrund werden ersetzt durch schwarze gotisch-deutsche Ziffern auf hellem Hintergrund.
1935
> Im Juni erstellt die Firma Alfred Schmeisser, Orgelbauer aus Rochlitz, eiinen Kostenanschlag für eine gründliche Orgelreinigung und -reparatur. Erstmals wird dabei ein Angebot für den Einbau eines Elektroventilator-Orgelgebläse "Ventus" erstellt. Eine Elektrifizierung kann aus finaziellen Gründen aber erst 1954 erfolgen.
1936
> Am 6.Dezember begeht der Christliche Frauendienst sein 25-jähriges Bestehen mit einem großen Gemeinde- und Familienabend im Weberschen Gasthof. Derzeitige Leiterin ist Frau Pfarrer Ranft. Seit Gründung im Jahre 1911 stellten sich 177 Frauen dem Frauendienst zur Verfügung, von denen bereits 33 verstorben sind. Seit Gründung wurden über 5000 Reichsmark an Hilfe im Sinne der Inneren Mission verausgabt, die Unterstützung der im Felde befindlichen Soldaten (1.Weltkrieg) nicht eingerechnet.
1944
> Mit Datum 23.Juni findet sich in den Kirchenunterlagen ein handschriftliches Konzept zum Meldebogen für Orgeln. Bis Kriegsende ist aber kein Versuch, Orgelpfeifen zu beschlagnahmen, nachweisbar.
1949
> Theodor Friedrich Thermann ist bis 1955 Pfarrer zu Ziegelheim. Im Juli wird der Kirchenvorstand Ziegelheim vom Landeskirchenamt Dresden angewiesen, sein Kircharchiv durch eine sachkundige Kraft, welche durch die Gemeinde zu entschädigen ist, einer Neuordnung zu unterziehen. Grund ist ein Mängelbericht des Archivpflegers Dr.Streller von der Superintendentur Glauchau, welcher nach Dresden gesandt wurde.
1952
> Mit dem 1.September endet die Zugehörigkeit Ziegelheims zum Kreis Glauchau. Ab sofort gehört Ziegelheim zum Kreis Altenburg und damit nicht mehr zu Sachsen, sondern zu Thüringen. Mit dem 1.September werden die Dörfer Engertsdorf und Heiersdorf zusammengelegt. Hinteruhlmannsdorf gehörte bis dahin (seit 1553) behördlich zu Langenleuba-Niederhain und kirchlich zu Frohnsdorf, somit also zum Herzogtum Altenburg, bzw. später zu Thüringen. Heiersdorf war geteilt: ein Teil gehörte bis dahin (seit 1553) behördlich und kirchlich zu Niederwiera, somit also ebenso zum Herzogtum Altenburg, bzw. zu Thüringen. Der andere Teil gehörte dagegen wie Ziegelheim behördlich zu Waldenburg, kirchlich zu Oberwiera, gehörte also zu Sachsen. Kirchlich blieben sich die Engertsdorfer Bürger treu: die ehem. Heiersdorfer gehen noch heute in die Niederwieraer, bzw. die Oberwieraer Kirche, die ehem. Hinteruhlmannsdorfer in die Frohnsdorfer Kirche. Eine Ausnahme sei erwähnt- die wenigen Katholiken aus Engertsdorf, sämtlich ehem. Kriegsvertriebene des 2. Weltkriegs, welche sich als Neubauern ansiedelten, nutzen seit je her die Ziegelheimer Kirche.
1953
> Im Dezember Ausführung der Elektro-Installationsarbeiten für das künftige Orgelgebläse durch Elektromeister Haas aus Ziegelheim und Anschluß der Kraftstromleitung durch die VEB Energieverteilung Zwickau, Betriebsstelle Glauchau, an das Netz.
1954
> Vom 24. bis 26.Mai wird durch die Firma Gebrüder Jehmlich, Dresden, ein Elektro-Ventilator für das Orgelwerk eingebaut. Am 18.Dezember kann nach dreiwöchiger Arbeit die Orgelinstandsetzung durch die Firma Gebrüder Jehmlich aus Dresden beendet werden.
1955
> Franz-Heinrich Brand ist bis 1964 Pfarrer zu Ziegelheim.
1958
> Die Große und die Mittlere Glocke erhalten einen Sprung.
1959
> Abnahme der Großen und der Mittleren Glocke. Beide werden zur Glockengießerei Schilling nach Apolda transportiert. Die Große Glocke wird geschweißt, springt erneut und wird daraufhin komplett neu gegossen. Das defekte Original kommt ins Apoldaer Museum und ist heut verschollen. Die Mittlere Glocke wird eingeschmolzen und aus dem Originalmaterial neugegossen. Sie galt als nicht reparabel.
1960
> Aufzug der Großen und der Kleinen Glocke mit anschließender Glockenweihe.
1964
> Erhard Schönfeld ist bis 1985 der letzte in Ziegelheim wohnhafte und nur für Ziegelheim (mit Filialkirchen Franken und Schlagwitz) zuständige Pfarrer. Zwischen 1975 und 1976 wird er krankheitsbedingt durch den Ephoralvikar Pfarrer Johannes Schindler aus Waldenburg vertreten.
1978
> Reparaturarbeiten am Kirchturm (Kirchturm komplett eingerüstet).
1986
> Nach Pfarrer Schönfeld`s Emeritierung wird die Kirchgemeinde Ziegelheim von Oberwiera aus durch Pfarrer Friedrich Lach (bis 1989) mitversorgt. Die Ziegelheimer Filialkirchen Franken und Schlagwitz kommen zur St.Bartholomäus-Kirchgemeinde Waldenburg (Pfarrer Matthias Brand).
1987
> Im Kirchturm wird unterhalb des Glockenbodens ein Stahlträger eingezogen.
1989
> Im Sommer Pfarrerwechsel in Oberwiera. Bis 1998 amtiert nun Pfarrer Theodor Dutschmann und ist auch für Ziegelheim zuständig.
1994
> Am 12.Oktober weilt Superintendent Böhme zu einer Visitation in der Kirchgemeinde Ziegelheim. In Folge dieser beschließt der Kirchenvorstand (Bekanntgabe im Gemeindeblatt Nr.3/1995 –April-), dass die Kirchgemeinde Ziegelheim weiterhin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens zugehörig bleibt. So bleibt die Mitverwaltung von Oberwiera aus bestehen. Alternative wäre ein Wechsel zur Landeskirche Thüringen mit pfarramtlicher Betreuung von Ehrenhain aus gewesen. In diesem Jahr tritt Pfarrer Ulrich Oertel sein Amt in der St.Bartholomäus-Kirchgemeinde Waldenburg an.
1995
> Im Herbst wird die Ziegelheimer Kirchturmuhr umgerüstet. Nun sorgt eine Funkzeituhr für hohe Ganggenauigkeit.
1997
> Ein Schreiben des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege vom 8.Juli beinhaltet die Eintragung „Wehranlage Burgberg Ziegelheim, betroffene Liegenschaft: Gemarkung Ziegelheim, Flur1, Flurstück 105/3“ (Flurstück der ehemaligen Pfarre, jetzt Gemeindezentrum) ins Denkmalbuch. Es handle sich um ein schutzwürdiges Denkmal, welches den Bestimmungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes unterliegt.
1998
> Die Kirchgemeinde Ziegelheim wird Teil des Kirchspiels Waldenburg. Die Kirchgemeinden Waldenburg St.Bartholomäus, Schwaben/Dürrenuhlsdorf, Schlagwitz/Franken und Ziegelheim sind weiter selbstständig, teilen sich aber einen Pfarrer. Im November werden die schon seit längerer Zeit notwendigen Dacharbeiten an der Ziegelheimer Kirche mit einer Teileindeckung beendet. Das Dach wurde gemäß Vorschrift der Denkmalschutzbehörde in einer altdeutschen Schiefereindeckung mit Thüringer Schiefer aus Lehesten von der Dachdeckerfirma Winter aus Ziegelheim eingedeckt. Ein vor Jahren aufgrund Baufälligkeit abgerissenes Türmchen am Nebeneingang unterhalb der Kirchturmuhr wurde von selbiger Firma originalgetreu wieder aufgebaut. Die Spitze erhielt zum Gedenken eine Kupferkugel aufgesetzt. In dieser befinden sich ein Schriftstück über die durchgeführten Dachdeckungsarbeiten an der Kirche, verschiedene Münzen der aktuellen Währung (DM) und eine Tageszeitung vom 6.November 1998.
1999
> Ab 1.Januar 1999 bis 31.Mai 2007 ist Pfarrer Ulrich Oertel auch für Ziegelheim zuständig.  Am 1.Juni beginnt der 2.Bauabschnitt zur Dachinstandsetzung der Ziegelheimer Kirche. Pfarrer Oertel weiht in diesem Jahr die neu angeschaffte wertvolle Vereinsfahne des Feuerwehrverein Ziegelheim 1901e.V. öffentlich.
2000
> Am 19.November, dem Volkstrauertag, wird im Rahmen einer von Pfarrer Oertel durchgeführten Gedenkfeier für die Opfer von Gewalt und Krieg eine Gedenktafel für die Gefallenen des 2.Weltkrieges an der Kirche enthüllt. Die Gedenktafel fertigte der Ehrenhainer Steinmetz Andreas Edel aus Porphyr für einen Betrag von 2.011,-DM, von denen 1000,-DM die Gemeinde Ziegelheim und den Rest die Kirchgemeinde spendeten.
2003
> Am 14.September wird anlässlich des Tages des offenen Denkmals zum Besuch der Kirche eingeladen. Anschließend kommt es in der ehemaligen Schule zu einer Versteigerung alter Schulutensilien.
2004
> Am 5.Juni lädt die Ziegelheimer Kirchgemeinde zum Sommerfest mit einer Versteigerung zugunsten der Kirche. Vom 24. bis 26.September lädt der Ziegelheimer Kirchenvorstand zu Musiktagen in die St.-Marien-Kirche. Neben Musik kommt es am Samstag, den 25.September zur Weihe der instandgesetzten Orgel. Am Sonntag, den 26.September wird außerdem Erntedankfest gefeiert.
2006
> Das Kirchspiel Waldenburg fusioniert zur vereinigten Kirchgemeinde Waldenburg St.Bartholomäus mit den Orten Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf und Ziegelheim. Gleichzeitig wird eine Schwesterkirchverbindung zwischen Waldenburg St.Bartholomäus, Waldenburg Luther und Langenchursdorf/Langenberg gegründet. Die dafür notwendige 2.Pfarrstelle besteht in Langenchursdorf.
2007
> Am 31.Mai endet eine 14jährige Dienstzeit des auch für Ziegelheim (seit Januar 1999) zuständigen Pfarrers Ulrich Oertel in Waldenburg. Es beginnt eine Zeit der Vakanz, ein neuer Pfarrer ist nicht in Sicht. Vakanzvertreter wird der Langenchursdorfer Pfarrer Wolfgang Strobel. Es ist nicht sicher, ob im Rahmen der Strukturveränderungen und Einsparungen innerhalb der Sächsischen Landeskirche die Stelle überhaupt wieder besetzt wird. Am Sonntag, dem 9.September, finden anlässlich des „Tages des offenen Denkmals 2007“ unter anderem auch in der Ziegelheimer St.-Marien-Kirche Führungen statt. Zudem wird ein Konzert veranstaltet. Am 13.Dezember findet um 19.00Uhr in der Ziegelheimer St.Marien Kirche ein Weihnachtskonzert statt. Unter der Leitung von Frau Dagmar Hanf musizieren der Gesangverein Lichtenstein e.V. und der Kammerchor des Europäischen Gymnasiums Waldenburg. Am 24.12. findet neben dem alljährlichen Krippenspiel zum ersten Mal die Aufführung eines Erwachsenen-Krippenspieles 23.00Uhr statt. Die Kirche platzt aus allen Nähten, ca. 270-280 Besucher lauschen den Worten von Pfarrer Schmiedel, Chemnitz (der die Weihnachtsgottesdienste übernommen hat) und der Laien-Schauspieler.
2008
> Am 9.November tritt Ulrich Becker sein Amt als Pfarrer der St.Bartholomäus-Kirchgemeinde Waldenburg an und beendet damit auch für Ziegelheim die Vakanzzeit. Am Donnertsag, dem 3.Juli kommt es nachmittags zu einem heftigen Gewitter, welches keine Wasserschäden bringt, trotz einiger wasserreicher Regen- und Hagelgüsse. Die Schäden verursachen an diesem Tag heftige Blitzeinschläge im Ortskern. 16.40 Uhr schlägt ein Blitz in den Kirchturm ein, die Uhr bleibt tagelang stehen, der Blitzableiter zeigt aus Richtung Nirkendorf kommend, eine Schieflage an. Mehrere Haushalte im Thiergarten haben Elektronikschäden (TV und PC) zu verzeichnen, selbst der im Tale wohnende Chronist hatte mehrere Stromströße aus leeren Steckdosen zu verzeichnen, das Telefon fiel kurzzeitig aus. Am 11.August wird auch das Zeigerwerk der Ziegelheimer Kirchturmuhr repariert, das seit dem 3.Juli (Blitzeinschlag) stand. Die Uhr und das Schlagwerk funktionierten schon eine Weile wieder, die Zeiger hingegen standen wochenlang auf 12.00Uhr. Am 14.September findet die Kirchenvorstandswahl 2008 der St.-Bartholomäus-Kirchgemeinde Waldenburg statt. Kandidaten der Gemeinde Ziegelheim sind dabei Frau Anke Wirth und Herr Heiko Rüger. Weiterhin finden im Rahmen des "Tages des offenen Denkmals" die "2.Ziegelheimer Begegnungen" in der Kirche und um die Alte Schule mit Konzert, Wein und Musik statt.
2009
> Am 29.Juni Abnahme des Turmknopfes samt Wetterfahne. Am 2.Juli öffentliche Öffnung des Turmknopfes vor der Kirche. Am 13.September Ausstellung des Knopfinhaltes und der vom Chronisten gefertigten Abschriften und Übersetzungen in der Kirche.
2015
> Im Herbst beginnen Sanierungsarbeiten an der südlichen Außenfassade der Kirche. Im Spätherbst werden die drei südseitigen Buntglasr-Fenster des Chores ausgebaut und zur Instandsetzung nach Weimar gebracht. Die Fensteröffnungen werden zwischenzeitlich mit Hartfaserplatten verschlossen.

(Stand: Januar 2016)

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