St.Marien Wallfahrtskirche Ziegelheim

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Bauberichte

Sanierung

Aktuelles zum Stand der Bauarbeiten an der St.-Marien-Wallfahrtskirche Ziegelheim

Baustart am 19.10.2017

Nachdem in den vergangenen Wochen ein riesiges Gerüst am Kirchturm emporwuchs, wird dieses am 19.10.2017 abgenommen.
Gleichzeitig werden die Zimmerleute in den Gebrauch des Gerüstes und des Aufzuges eingewiesen. Damit gilt die Baustelle offiziell als eröffnet.
Eine wichtige Arbeit wird unmittelbar vor Beginn der Zimmerer-Arbeiten noch durchgeführt: Die Ziffernblätter müssen ausgebaut und das Uhrwerk innerhalb des Turmes abgebaut und etwas tiefer abgesetzt werden um Platz für ein Innengerüst und das Einbringen von Material via Aufzug zu schaffen. Im Rahmen dieses Rückbaues werden auch die Glocken abgestellt. Aus statischen Gründen (Balkenlasten, Schwingungen u.ä.) werden diese für viele Monate verstummen.

 
 

Es ratterte das Mühlenrad ...

Einige Monate sind ins Land gezogen. Auf Nachfragen bekam der Autor stets die gleichen Antworten - "Es ist eigentlich alles klar - nur die Behördenmühlen mahlen langsam.."
Endlich, am 29. Juni 2017, konnte Pfarrer Becker in Begleitung von Architektin Frau Scholz in Erfurt den Bewilligungsbescheid in Höhe von 234.765,00 € in Empfang nehmen.
Der Betrag setzt sich zusammen aus Bundesmitteln in Höhe von 176.765,00 € und Thüringer Landesmitteln in Höhe von 58.000,00 €.
Nun erst darf mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Wie Pfarrer Becker mitteilte, wurde als erstes sofort die Gerüststatik in Auftrag gegeben. Sobald diese vorliegt, werden die Gerüstbauarbeiten ausgeschrieben. Seitens der hiesigen Kirchgemeinde gibt es also keinerlei Verzögerung.

Was gibt es Neues Ende März 2017 ?

Nachfragen beim hiesigen Pfarramt ergaben, daß Herr Pfarrer Becker intensiv um Aufklärung bemüht war und ist, wann es in Ziegelheim weitergeht. Der Termin, welcher im Dezember durch die Architektin für die Ausschreibungen eingeplant worden war, ist freilich längst nicht mehr einzuhalten. Wie sieht es nun konkret aus ? Vom Land Thüringen sind für die Kirchsanierung Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI, 2.Tranche, überjährig vorgesehen. Weiter ist die Bundeszuwendung in Höhe von 176.765,00€ vorgesehen, die aber nicht überjährig ist, d.h. sie ist noch dieses Jahr zu verbauen. Diese Zuwendung soll nach Möglichkeit mit weiteren Landesmitteln in 2017 in Höhe von bis zu 58.000,00€ kofinanziert werden. Die Landesmittel betreffend handelt es sich bisher lediglich um Informationen, keine Bewilligung bzw. Zusage. Die Bundesmittel betreffend, soll nun Anfang April der Bescheid eintreffen. Also - Daumen drücken, daß das Getriebe der Bürokratie-Mühle nicht steckenbleibt....

Besuch der Bundestagsabgeordneten Vogel und Hirte in Ziegelheim

Am 20.Dezember fand der Arbeitsbesuch der MdB Volkmar Vogel und Christian Hirte an und in der Ziegelheimer St.Marien Wallfahrtskirche statt. In Anwesenheit von Pfarrer Becker, Kirchenvorstandsmitglied Bartlick und Architektin Scholz wurden die aktuellen Probleme, der Baustand, die Finanzierung sowie der geplante Ablauf der nächsten Bauabschnitte besprochen. Die anwesende Presse von OVZ und Kurier führte Interviews und veröffentlichte Beiträge am 21.12.16 (OVZ) und am 07.01.17 (Kurier).
Laut Information der Architektin Frau Scholz sieht die Planung Ende Februar Ausschreibungen für den kommenden Abschnitt "Kirchturm-Sanierung" vor.

Aber:

Ein großes  "Aber" könnte das gesamte Projekt noch gefährden - Eigenmittel und Bundesmittel stehen zwar zur Verfügung, die beim Thüringer Denkmalschutz beantragten Fördermittel sind aber noch nicht zugesagt worden! Ohne diese Fördermittel werden auch die von den beiden Bundestagsabgeordneten zugesagten Bundesmittel nicht ausgezahlt! - Also: Daumen drücken!

Die Bilder oben zeigen den Besuch der Bundestagsabgeordneten Vogel und Hirte am 20.12.2016

Eine Weihnachtsüberraschung .. ?

Wer am Samstag, dem 12.November 2016, den Lokalteil der OVZ aufschlug, traute seinen Augen vermutlich ebenso wenig wie der Autor seinen eigenen. Wenige Wochen nach der übermittelten Absage vom September diesen Jahres nun eine Zusage ? Gerade als die Gerüste abgebaut waren ? Wie das ? Ich machte mich also vergangene Woche schlau und erhielt von Frau Linke vom Bürgerbüro des Bundestagsabgeordneten Vogel folgende Aufklärung:
Die Ablehnung des Fördermittelantrages erfolgte für das Jahr 2016 und das Sonderprogramm VI. Im September wurde ein neuer Antrag eingereicht. Der Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages hat nun im November für den Bundeshaushalt 2017 das Denkmalschutz-Sonderprogramm VII beschlossen und damit Fördermittel von bundesweit 70,5 Mio. Euro für 204 Projekte in ganz Deutschland bewilligt. Und in dieser neuen Runde wurde die Kirche endlich berücksichtigt. - Ein Dankeschön nochmal an Frau Linke für Ihre Geduld..
Der Besuch der Bundestagsabgeordneten Vogel und Hirte steht nun am 20.Dezember auf dem Programm.

Abbruch und Einstellung der Bauarbeiten im September 2016 !

Der Sommer 2016 brachte für die an den Bauarbeiten beteiligten Firmen eine dicke Überraschung: Geld alle - Einstellung der Bauarbeiten ! Am überraschtesten erschien die Putzfirma, welche nicht begreifen konnte, daß sie ihre Arbeit im eingerüsteten Bereich nicht beenden konnte. Am deutlichsten erkennbar ist dies auf dem Bild des Südportals. Auf Nachfrage teilte Pfarrer U.Becker mit, das es selbst mit Unterstützung des Bundestagsabgeordneten Vogel wieder nicht möglich war, im Förderprogramm berücksichtigt zu werden. Mit diesen Fördermitteln sollten die Baumaßnahmen fertiggestellt und der Kirchturm saniert werden. Nun muß wie schon in den letzten mind. 8 Jahren wieder ein neues Antragsverfahren durchlaufen werden - Ende und Ergebnis : Offen!

Meinung des Autors Michael Etzold dazu: Es ist eine Schande! Sollten der Anfangsbuchstabe "Z" und die Zugehörigkeit zur Sächsischen Landeskirche wie in all den vorherigen Jahren wieder dazu geführt haben, das die hiesige Kirchgemeinde ganz unten im Aktenstapel verschwindet? Bleibt festzuhalten - egal wer Eigentümer und Nutzer des Grundstückes oder des Kirchgebäudes ist - hier steht auf einem "Thüringer" Bodendenkmal ein "Thüringer" Kulturdenkmal, welches "Thüringer" Kulturschätze beinhaltet. Thüringer Politiker als auch Bundespolitiker - Schafft nicht nur neue Denkmäler - kümmert euch vorallem um den Erhalt der vorhandenen! Alles Spenden der Bürger ist ein Tropfen auf dem heißen Stein! Kirchgemeinden sind allein überfordert! Politiker, informiert euch über Preise und Kosten! Was nützt ein fünfstelliger Betrag, wenn davon gerade Gerüste gestellt und abgebaut werden können? An die Mitglieder des Gemeinderates richte ich den Appell: Zeigt Interesse für das Aushängeschild eurer Gemeinde! Auch in Zeiten knapper Kassen kann die Kommune aktiver Mittler zwischen kirchlichen und weltlichen Behörden sein. Erschwerend kommt hinzu, das im Ziegelheimer Fall sächsisches und thüringisches Recht, vor allem in Antragsverfahren verschieden ist.

Abschließend noch ein Wunsch: Es mögen sich doch Geldgeber finden, um auch im Innern der Kirche Rettungsarbeiten durchführen zu können. Wie am Bild des Deckengewölbes zu erkennen, ist zumindest eine Versiegelung bzw. eine Photogrammetrie dringend erforderlich, um die noch vorhandenen Bildinformationen der Decken- und Wandmalereien für eine künftige Restauration zu retten. Viele Bilder sind nur noch schwer erkennbar, Teile sind schon abgebröckelt. Schlimm ist es auch um die Apostelbilder an den Seitenwänden im Chor bestellt. Die Farbpikmente haben sich vom Putz gelöst (und könnten theoretisch bei Reinigungsarbeiten abgekehrt werden).
(Photogrammetrie - maßstabsgetreues, entzerrtes Fotografieren, um Bildvorlagen für Restaurationen zu sichern)

Das Bild oben zeigt den aktuellen Zustand der Apostelbilder an den Seitenwänden des Chores.
Stand: September 2016

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Die beiden Bilder unten zeigen die Südfront der Kirche nach Einstellung der Arbeiten und Abbau des Gerüstes. Neben hervorragenden Ergebnissen sieht man deutlich die unfertig gebliebenen Stellen.
Stand: 16.September 2016

 
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